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The Wildsea – Abenteuer im apokalyptischem Pflanzenmeer

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Die Post-Apokalypse ist oft recht farblos und düster. Regelmäßig sind solche Settings komplett zerstört, jegliche Vegetation vernichtet und die Zivilisation in Trümmern. The Wildsea von Felix Isaacs geht das Ganze etwas anders an. Die Fantasy-Welt ist hier von rapide wachsenden Pflanzen überwuchert. Die Zivilisation ist dadurch zwar auch untergegangen, aber statt öder Wildnis erstreckt sich ein riesiges und vielfältiges Pflanzenmeer über die Welt. Das System verfügt bereits über einen kostenlosen Schnellstarter und soll bald auf Kickstarter finanziert werden und bei Mythopoeia Games erscheinen.

Entdeckungsfahrt auf Wäldern und Dschungeln

The Wildsea verbindet Post-Apokalypse, Low-Fantasy und maximale Kreativität. Der unendliche Urwald bedeckt die gesamte Erde und verschluckt sogut wie ihre gesamte Oberfläche. Nur einzelne Berggipfel, „Riffe“ aus Schrott und Inseln ragen heraus und bilden sichere Häfen. Schiffe befahren dieses „Meer“ auf unterschiedliche Weisen. Ein Schiff kann sich zum Beispiel mit riesigen Motorsägen einen Weg bahnen oder sich mit Haken von Ast zu Ast schwingen. Die Spieler verkörpern die Crew eines solchen Gefährts. Sie reisen von Insel zu Insel, sammeln Ressourcen und tauchen auch tief in das Meer ab, um uralte Geheimnisse zu lüften.

The Wildsea weist zwar Fantasy-Elemente auf, zum Beispiel einige fantastische Spezies, bleibt aber relativ bodenständig. Dies macht das Setting aber durch Skurrilität wieder wett. Wahnwitzige Maschinen, lustige Fähigkeiten und ungewöhnliche Monster sind alle Teil davon. Auch die spielbaren Spezies weichen von der Norm ab. Neben den überlebenden Menschen, gibt es die pilzartigen Gau, die mehr Kolonie als Individuum sind. Die Ektus sind riesige kaktusähnliche Wesen und die gestaltwandelnden Tzelicrae bilden ein Schwarmbewusstsein aus Tausenden von Spinnen. Das Setting lässt außerdem viele Lücken für kreative Spieler und soll zum Erkunden und Entdecken einladen.

Einfache Grundstruktur, jede Menge Detailregeln

Proben in The Wildsea benutzen einen Würfelpool aus W6, angelehnt an Forged in the Dark. Edges und Skills von Charakteren steuern dabei je nach Höhe des Attributs Würfel bei, solange sie relevant sind. Aspekte, Sonderfertigkeiten oder Ausrüstung, können ebenfalls einen Bonus verleihen. Das höchste Ergebnis zählt. Eine 6 ist ein Triumph, bei einer 5 oder 4 gibt es Komplikationen, darunter gibt es ein Desaster. Ein Pasch bringt dagegen Plot-Twists mit sich. Diese Ergebnisse haben je nach Kontext unterschiedliche Konsequenzen. Bei schwierigen Proben oder besonderen Aktionen, wie Zielen auf bestimmte Körperteile, müssen die höchsten Ergebnisse vor der Auswertung weggelegt werden.

Eine weitere Besonderheit von The Wildsea sind Tracks. Sie funktionieren ähnlich wie bei Ironsworn. Tracks sind Punkteleisten und symbolisieren Aufgaben und Projekte in der Handlung. Bei einer erfolgreichen Probe kann ein Punkt der Leiste aufgefüllt oder abgezogen werden. Es können auch mehrere Tracks nebeneinander gleichzeitig laufen. Sie bieten dadurch eine gute Handlungsübersicht. Aber auch Schaden kann man so im System darstellen. The Wildsea bietet außerdem Regeln für „Schifffahrt“ und das spielereigene Schiff, sowie ausgedehnte Regeln und Hinweise für den Spielleiter.

Die Zukunft von The Wildsea

The Wildsea ist tatsächlich weit regelintensiver als hier beschrieben, sogar in der aktuellen Schnellstarter-Version. Das fertige Buch soll die Regeln noch einmal komplett erweitern. Trotzdem bietet der Quickstarter im Prinzip alles, um sich eigene Charaktere und Schiffe zu erstellen und The Wildsea auszuprobieren. Ein Abenteuerschauplatz liegt dem Quickstarter dafür bei.

Am 28. Oktober soll das Projekt dann bei Kickstarter starten. Einige Artworks der faszinierenden Welt kann man schon auf der offiziellen Website bestaunen. Wer neugierig ist kann auch auf dem systemeigenen Discord-Server für Infos, Spielmaterial und Testrunden vorbei schauen.

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