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Eskapodcast 108: Wo schlägt das Herz der Rollenspiel-Szene

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Eskapodcast Folge 108 – Thema Conventions

Der Eskapodcast, ein Rollenspiel-Podcast aus dem Bereich Pen&Paper-RPGs, nimmt sich in seiner 108. Folge die Frage vor, wo das Herz der Rollenspiel Szene schlägt. Dieses Mal begrüßt Holger drei Besucher in seinem Studio, Carsten, Tanja und Martin, um mit ihnen die bestehenden und kommenden Conventions in Deutschland zu beleuchten.

Was wollen und wünschen sich Rollenspieler von einer Convention, warum besucht man eine solche und worauf legt man besonderen Wert? Auslöser für diese Frage ist die RolePlayConvention in Köln, kurz RPC genannt, und ihre Wandlung, die sich im nächsten Jahr vollziehen wird.    

Von der Königin der Rollenspiel-Cons zu … ja, was denn eigentlich?

Basierend auf einem Erfolgsprodukt der Omelete Group Brasilien, die die größte Comic Con der Welt in São Paulo ausrichtet, wird die RPC zur CCXP, der Comic Con Experience Cologne, und wirft die Frage auf: Was verändert sich für die Rollenspieler und was bleibt?

Convention oder Messe

Um dieser Frage nachgehen zu können, stellen die vier erst einmal ihre Gedanken, Erfahrungen und Wünsche in Bezug auf eine Convention vor und geben dabei auch persönliche Vorlieben preis, z. B. warum sie überhaupt Conventions besuchen. Dabei kommt der Gedanke auf, dass es sich bei der RPC gar nicht um eine Convention im eigentlichen Sinne handelt, sondern eher um eine Messe, und dass die Erweiterung zur CCXP dieses Bild nur unterstreicht.

Fragt sich also, was bleibt und was noch kommen wird: Neben dem bisherigen Schwerpunkt auf Rollenspiel kommen nicht nur Comics hinzu, sondern eben auch Unterhaltungselemente aus Videospielen und Fernsehserien, ebenso wie Starauftritte und Autogrammstunden. Kann die CCXP damit das Herz der Szene bleiben oder wird sie zu sehr kommerzialisiert? Bleibt sie als Veranstaltung für nerdige Rollenspieler interessant oder wird sie zu groß, und das nicht nur auf die Fläche und Angebote bezogen, sondern auf die Ausstellertage, die sich von Sa.-So. auf Do.-So. ausweiten? Wird das für alle erschwinglich bleiben oder Messepreise mit sich bringen, die nicht zu jedermanns Portemonnaie passen?

Viele Fragen, aber keine davon kann zur Zufriedenheit aller beantwortet werden. Sicher ist man nur in einem: Eine Netflix-Convention, in der Comics, Rollenspiel und Serien- bzw. Filmhelden nebeneinander auftreten, wird sehr kritisch betrachtet und eher mit der Fachmesse SPIEL in Essen verglichen als mit einer Convention. Auch dort ist Rollenspiel nur ein Teil einer größeren Ausstellung und bringt nicht das Flair mit sich, das man sich vorstellt, wenn man am Wochenende mit Gleichgesinnten zocken, quatschen und Spaß haben will.

Alternativen

Einige Cons werden genannt, wie die NordCon oder FeenCon, aber auch direkte Vergleiche werden gezogen. Zum Beispiel, ob die Dreieich Con durch ihre Lage die beste Alternative zur RPC wird und zum neuen Herzen der Rollenspiel-Szene werden kann, weil sie keinen vergleichbaren Messecharakter hat, sondern ausschließlich Rollenspiele und Lesungen von und für Spielleiter und Spieler bietet.

Natürlich will man sich hier nicht festlegen, weder darauf, ob man besser eine privat organisierte oder durch Verlage unterstütze Convention besuchen sollte, noch ob es besser ist, in kleinen Bibliotheken oder großen Hallen zu spielen. Nur in einem Punkt waren sich alle vier einig, nämlich als abschließend die Frage aufkommt: Brauchen Rollenspieler überhaupt Cons und wie wichtig sind diese für die Gemeinschaft?

Ja, wir brauchen unsere Conventions, jede einzelne mit ihren Ecken, Macken und Kanten. Mit ihren Spielleitern und Spielern, Organisatoren und Verlagen, Abenteuern und Aktionen. Daher bleibt uns nur abzuwarten, was die CCXP Cologne im nächsten Jahr wirklich mit sich bringt, wie sie sich aufstellt, wie die Rollenspieler Deutschlands, aber auch der Schweiz und Österreichs auf die Veränderungen reagieren werden, und ob sie tatsächlich die Bezeichnung “Convention” verdient oder doch nur eine Messe wird.

Quelle Eskapodcast

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