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Eine kleine FeenCon – 30 Jahre, dem Wetter zum Trotz

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Am letzten Wochenende fand das 30-jährige Jubiläum der FeenCon statt. Hunderte Besucher und Dutzende Aussteller fanden in der Stadthalle von Bonn Bad Godesberg zusammen, um diesen Anlass zu feiern – und ich war mitten drin.

Der erste Eindruck

Schwül, schwüler, FeenCon. Natürlich ist es schön, wenn das Wetter mitspielt und man jeden Bereich draußen nutzen kann, egal ob Innenhof, Hinterhof oder Parkwiese. Aber wenn die Belüftung nicht passt, kann das schnell zur Qual werden. Meine Ankunft an der Bad Godesberger Stadthalle war etwa gegen halb elf und nur knapp 15 Minuten später war ich drin, im Brutkasten. Vielleicht kennt der eine oder andere von euch die Stadthalle, für alle anderen fasse ich sie kurz zusammen.

Was finde ich wo auf der FeenCon?

Nach dem Eingang kommt das Foyer. In diesem waren fast alle Verlage vertreten, genau wie das Catering, die Metrebe, wo es köstliche Getränke gab, und Story Like. Außerdem war eines der Specials der FeenCon hier, nämlich der Tatöwierer, der entgegen vieler Erwartungen immer gut beschäftigt war.

Vom Foyer aus ging es weiter in den Großen Saal. Hier gab es rechter Hand den großen Stand vom Uhrwerk Verlag und links die Anmeldungen für die Spielrunden der FeenCon. Des Weiteren gab es hier jede Menge Verkaufsstände, einmal an der Außenwand des ganzen Saals entlang. Die Mitte des Raumes teilten sich Zeichner und Autoren (links) mit den Tabletop-Spielern von Warhammer, während auf der Bühne die Turniere stattfanden.

Weiter ging es von dort in den Außenbereich. Dort gab es ein paar kleinere Stände, die zu einem Mittelaltermarkt gepasst hätten, einen Grill um die Meute zu versorgen, ein großes Spielzelt, das immer gut gefüllt war und die Zombieapokalypse (Nerf). Diesen Bereich konnte man als Besucher des Stadtparks auch so betreten, weshalb hier schon recht viel los war. Also gehen wir lieber wieder rein, ab in den Kleinen Saal.

Im Kleinen Saal und im Innenhof waren Tische aufgebaut. Hier fanden, genau wie im Untergeschoss, die ganzen Spielrunden der FeenCon statt. Tatsächlich war Samstag auch wirklich alles voller begeisterter Rollenspieler, und das bis tief in die Nacht hinein.

Der kleine Übergang zwischen dem Foyer und dem Flur wurde für die Bring-and-Buy-Aktion genutzt. Auch hier gab es eine große Auswahl zu den unterschiedlichsten Preisen. Im Flur selbst war der zweite Tabletop-Bereich zu finden, nämlich Battletech. Dort trug man die Deutsche Battletechmeisterschaft 2019 aus. Das war teilweise noch in den Parksälen zu hören, wo die Lesungen und Workshops stattfanden, unter anderem die von Roll Inclusive und dem Uhrwerk Verlag.

Meine Spielrunden

Vielleicht hat jemand meinen Weg via Twitter verfolgt, auf jeden Fall habe ich bei dieser Con relativ wenig gespielt. Am Samstag habe ich es um 14 Uhr in die Spielrunde von Sylvia von der Redaktion Phantastik geschafft und mein erstes Abenteuer in Private Eye erfolgreich bestanden. Mit einer hoch motivierten Truppe, viel guter Laune und einem unglaublichen Tempo wussten wir schnell, dass es das Hausmädchen war und nicht der Butler.

Am Sonntag war ich so unentschlossen, dass ich nicht gerade schnell an einen Spieltisch gefunden habe. Dann hing plötzlich jemand direkt vor meiner Nase eine Runde aus, zu der selbst die Charakterbögen handgeschrieben waren und ich war neugierig. Da ich noch nie ein generisches Rollenspiel gemacht habe, wollte ich das mal ausprobiere und auch hier gab es viel zu lachen. Allerdings musste der Spielleiter hinterher zugeben, dass diese Spielwelt mit seinen unerfahrenen Spielern runder lief, als mit den ganzen alten Hasen, die er diesmal am Tisch hatte.

Aber mir war es wichtig, dass ich Spaß habe auf der FeenCon und keine Regeldiskussionen geführt werden. Dahingehend lief alles gut.

Nur eines war ein wenig schade für mich. Während der Samstag Nacht gab es ein WoD-Vampire-Doppel und ich hatte von früh an geplant mich dafür einzutragen. Offiziell hieß es, dass alle Spielrunden der FeenCon etwa zwei Stunden vorher ausgehangen werden und so war ich ab 19 Uhr immer wieder an den Pinwänden. Da der Aushang nicht kam, fragte ich nach und leider hatte die Orga keine Rückmeldung mehr von der Spielleitern bekommen.

Unschlüssig, was ich nun tun sollte, schlich ich immer wieder an den Aushängen vorbei und plötzlich waren beide Spielrunden dort zu finden – natürlich voll! Daher beendete ich den Samstag mit einem langen Gespräch bei der Brettspielkiste, Manni von Mannifest Games und dem Chaospony Verlag unerwartet früh.

Besonderheiten der FeenCon für mich

Natürlich geht jeder mit einer anderen Erwartung auf eine Convention und jeder findet dort etwas anderes, das persönlich interessant ist. Mich haben vier Stände zumindest eine Zeitlang gefesselt und diese würde ich hier gerne kurz vorstellen. Dabei will ich nicht von Neuheiten sprechen, sondern von Besonderheiten für mich als Person.

Lange habe ich mich Lars Czekalla unterhalten und seinem Projekt Nerds 4 Fame, das ich mir natürlich mittlerweile auch schon angesehen habe. Die Idee einer Rollenspiel-Serie gefällt mir ausnahmslos gut, wobei es bei Nerds 4 Fame eher um die Probleme eines rollenspielenden Vaters denn das Rollenspiel selbst geht.

Direkt hinter dem Uhrwerk Verlag gab es einen kleinen Stand, der Rollenspiel-Tischdecken im Angebot hatte. Vielleicht hat sie schon jemand gesehen, RPG Tablecloth von Smirkin Dragon. Ich kannte sowas vorher nicht, werde mir aber ganz sicher bald eine anschaffen.

Der Bring-and-Buy-Stand wurde von einem Düsseldorfer Rollenspielverein geführt, den Köbolden. Jeden Montag Abend kann man mit und bei ihnen sitzen, quatschen, Rollenspiel betreiben oder einfach nur zuhören. Sie versuchen ihr Programm bzw. die angebotenen Spielrunden jedes Quartal zu ändern, damit jeder etwas finden kann, das ihn interessiert.

Zu guter Letzt ist da noch Story Like, und wer mir per Twitter folgt, weiß bereits, dass ich Stefan Koch interviewt habe. Mit dem Untertitel Gemeinsam einfach besser schreiben bieten sie eine neue Art der Autorenplattform. Bislang gibt es die Seite nur in englischer Sprache, aber das soll sich recht schnell ändern.

Das Wetter und seine Kapriolen

Eigentlich bin ich ein Winterkind. Ich liebe den Schnee und frischen Wind. Sommer kann ich ab 25 Grad nicht mehr viel abgewinnen. Dennoch kann ich sagen, dass das Wetter nicht nur mir zu schaffen gemacht hat an diesem Wochenende. Schwülwarme Hitze, die die Räume zum Kochen bringt. Warme, leichte Winde, die nicht wirklich die Luft bewegen. Plötzlich einsetzender Starkregen bis hin zu Gewittereinbrüchen, deretwegen sofort der Innenhof und damit auch die Spielrunden geräumt werden mussten. Die FeenCon hatte abgesehen von Schnee viel Wetter im Angebot.

Aber Rollenspieler sind offenbar hart im Nehmen und lassen sich auch von ein bisschen Wetter nicht den Spaß nehmen. Das gilt auch für mich, und wer weiß, wie heiß (oder kalt) es im August auf der NiederrheinCon wird. Egal was kommt, ich werde auf jeden Fall auch dort sein bei meiner Convention-Tour in diesem Jahr.

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