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Das Geheimnis des Drachenritters – DSA-Box im Preview

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Lesezeit: 4 Minuten

Ulisses Spiele bewirbt ausgewählte Neuheiten mittlerweile auf eine andere Art, dabei kommen die Previews nicht nur den Läden selber zugute. Die DSA5-Einsteigerbox „Das Geheimnis des Drachenritters“ kommt im Mai auf den Markt. Ab Ende April liegt sie in teilnehmenden Läden zur Ansicht bereit.

Warum das Ladenpreview?

Wie Ulisses Spiele selbst erklärte, würdigen sie auf diesem Weg die Läden als „schlagendes Herz der Szene“. Man versucht den Kunden nicht nur an das Produkt, sondern auch an den Ort des Handels zu bringen. Ihr bekommt quasi einen weiteren Grund, so überhaupt notwendig, den Rollenspielladen eures Vertrauens aufzusuchen.

Immerhin geht es bei dieser Box nicht darum, die alten Hasen anzulocken, sondern Anfänger auf Das Schwarze Auge aufmerksam zu machen. Und wo könnten diese besser auf erfahrene Rollenspieler treffen, sich austauschen oder gar eine Runde mit der Einsteigerbox zur 5. Edition des Pen & Paper Rollenspiels spielen, als in einem Laden? Daher ist Das Geheimnis des Drachenritters für den gesamten Mai exklusiv im Fachhandel und nicht über das Internet erhältlich.

Damit möglichst viele Neulinge eine Gelegenheit haben, mit der DSA5-Einsteigerbox zu spielen, bietet Ulisses noch ein kleines Schmankerl an. Dafür richten sie sich mit einer klaren Bitte an erfahrene Spielleiter überall in Deutschland.

Geht in die Läden und bietet Runden mit der Einsteigerbox an und macht den Einstieg in Das Schwarze Auge, in unser gemeinsames Hobby, für neue Runden zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wenn ihr bis zum 31. Mai eine Runde in einem der teilnehmenden Läden anbietet, meldet euch bei uns unter Feedback@Ulisses-Spiele.de und ihr bekommt die Einsteigerbox zur Vorbereitung als PDF.

Um zu erfahren, welche Läden in deiner Nähe teilnehmen, hat Ulisses Spiele auf der oben verlinkten Seite eine Liste mit allen Namen eingefügt.

Das Geheimnis des Drachenritters: die Fakten

Die Box Das Geheimnis des Drachenritters enthält alles, was man für einen gelungenen Einstieg in DSA5 benötigt. Einfach aufmachen, lesen und losspielen! Vorkenntnisse sind dabei keine erforderlich. Zu Beginn braucht ihr nicht mal eine Gruppe, denn für die vier Archetypen steht je ein Solo-Abenteuer zu Verfügung. Als Helden stehen hierbei ganz klassisch Kriegerin, Magier, Elfe und Zwerg zur Verfügung.

Solltet ihr nicht direkt die Rolle des Spielleiters übernehmen, helfen euch zunächst die Solo-Abenteuer in Kombination mit den Charakterbögen, die ersten Regeln kennenzulernen. Das Abenteuer Die Räuber vom Dunkeltann führt Spieler und Spielleiter anschließend tiefgreifender in die Regeln und das Zusammenspiel ein. Ergänzend sind die Regeln gebündelt in einem eigenen Heft enthalten.

Für weitere Abenteuer dient der 96-seitige Kampagnenband Der Turm im Nebelmoor. Dieser führt die Geschichte des Einstiegsabenteuers fort und lässt euch sogar auf den namensgebenden Drachenreiter stoßen. Obendrein gibt es eine Mini-Regionalbeschreibung der Grafschaft Heldentrutz, dem Ort des Geschehens. So habt ihr die Möglichkeit, die Umgebung und die Leute noch etwas genauer kennenzulernen.

Abgerundet wird die Box durch allerhand zusätzliches Material. Neben den erforderlichen Würfeln könnt ihr die Helden und die Gegner mit Hilfe von Markern darstellen. Passend dazu gibt es Spielpläne mit den verschiedenen Orten des Geschehens. Eine Aventurienkarte gibt euch den Überblick über den Hauptkontinent des schwarzen Auges. Die Rückseite zeigt hingegen die Grafschaft Heldentrutz sowie die Ansicht eines Dorfes. Letzteres wird in der Geschichte noch eine Rolle spielen. Zu guter Letzt dürfen natürlich die in der 5. Edition eingeführten Schicksalspunkte nicht fehlen.

Rauls Ersteindruck beim Ladenpreview

Um euch einen genaueren Einblick zu gewähren hat sich Redakteur Raul Ehrwald zum Händler seines Vertrauens für Pen & Paper Rollenspiele aufgemacht, dem Dortmunder Kult Spiele. Im Folgenden schildert er seinen ersten Eindruck zur Box und hat gleich ein paar Bilder für die Galerie mitgebracht.

Mit einem Preis von 39,95 € ist die Einsteigerbox zu DSA5 zwar kein Schnäppchen, doch einmal ausgebreitet, bietet sie einiges an Material. Zum Vergleich kostet die Einsteigerbox von der 5. Edition zu Dungeons & Dragons nur 25 €, kommt aber vergleichsweise karg daher.

Sowohl das Spielmaterial als auch die enthaltenen Softcoverbände machen einen hochwertigen Eindruck. Einzig die weißen Würfel fallen für meinen Geschmack etwas unspektakulär aus. Die Acrylmarker für Gegner und Helden sind wie zuletzt bei Wrath & Glory beidseitig bedruckt und bieten eine angenehme Haptik. Die Karte ist zwar dünn, aber abwaschbar. Ein wenig störend könnte die gewählte Papierqualität bei den Notizseiten im Charakterbogen sein. Mit Bleistift dürfte sich darauf nicht sonderlich gut schreiben lassen.

Der Regelband hat den klaren Fokus auf Übersicht und Einsteigerfreundlichkeit. Mit 12 Vorteilen, 5 Nachteilen, 15 Sonderfertigkeiten und 13 Zaubern sowie keinen Liturgien steht für DSA-Verhältnisse eine deutlich abgespeckte Auswahl zur Verfügung. Neulinge werden hier aber sicher dankbar sein. Generell zeigt das Regelheft gut, wie viele Regeln doch auf so wenigen Seiten stehen können. Sehr schade sind jedoch die fehlenden Generierungsregeln. Die Box bietet so nur ein einmaliges Spielerlebnis für eine neu entstehende Spielrunde. Danach sind die Abenteuer gespielt und die Regeln werden überflüssig. Für einen 5. Spieler oder das Steigern über die o. g. Möglichkeiten hinaus ist mindestens das Grundregelwerk erforderlich. Reizvoll wäre in meinen Augen eine Basisbox, die auch langfristig einen Mehrwert in Form eines abgespeckten DSA bietet.

Farbe, bunt und cooles Zeug in der Einsteigerbox

In der unten angehängten Galerie könnt ihr das Material überblicken. Ein paar wenige Einblicke in den Inhalt könnt ihr auch erhaschen. Die eine oder andere Stelle sorgte zudem für Schmunzler. So erfährt der Zwerg besser nie, dass er im Solo-Abenteuer eine Geschichte namens Giftzwerg durchspielt. Die im Bestiarium enthaltene Reihe der typischen „Monster“ in Aventurien kann mit Goblin, Oger, Ork, Horasier ebenfalls einer gewissen Komik nicht entbehren.

Belustigt waren die Anwesenden im Laden über die etwas niedlich anmutende Kriegerin, da sie eher in die Kategorie „Oh, wie süß, es putzt sich!“ als in die einer bedrohlichen Kämpferin fällt. Passend dazu kann sie aber den gemütlich dreinblickenden und etwas übergewichtigen Tatzelwurm als Haustier nehmen. Er guckt ein wenig so wie der treu-doofe und liebenswerte Hund einer guten Freundin. Letztendlich sorgen diese Dinge jedoch dafür, dass die Inhalte etwas aufgelockert werden. Negativ muss das also nicht gewertet werden, hängt es doch vom Geschmack des Einzelnen ab.

Wo es doch in letzter Zeit immer mal wieder ein Thema war: es ist immerhin ein Mann mit nacktem Oberkörper enthalten. Insgesamt kommen die Frauen aber weiterhin freizügiger daher.

Wir hoffen, ihr konntet im Preview einen hilfreichen Einblick in die DSA5-Einsteigerbox Das Geheimnis des Drachenritters bekommen. Nun wünschen wir allen Einsteigern und Interessierten mit der Box oder sogar im Laden den Weg ins Abenteuer, oder besser noch, zu einer festen Gruppe zu finden.

Schreibt uns gerne in den Kommentaren, ob es geklappt hat oder was euer Eindruck von der Box ist. Wer von euch ist eventuell über eine frühere Einsteigerbox oder ein Basisregelwerk zu Das schwarze Auge gekommen? Wie findet ihr die Produkte im Vergleich?

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Thorjin
Gast

Die im Bestiarium enthaltene Reihe der typischen „Monster“ in Aventurien kann mit Goblin, Oger, Ork, Horasier ebenfalls einer gewissen Komik nicht entbehren.

a) Als Hinweis, da das hier falsch steht: Der “Horasier” ist da in der Reihe in Wahrheit ein Räuber. Da steht nirgendwo was von “Horasier”. Wo hast du her, dass das ein Horasier sein soll?
b) Die Auflistung nennt sich schon absichtlich “Gegner und Kreaturen”. Es ist ja eine der Besonderheiten bei DSA, dass vor allem Orks und Goblins nicht einfach nur Monster sind, sondern Humanoide mit eigener Kultur. Der “Räuber” steht hier nur als menschlicher Gegner in der Reihe der (ebenfalls extra so benannten) Humanoiden. Orks und Goblins als quasi DSA1-Monster darzustellen passt irgendwo nicht so richtig zum aktuellen DSA, oder?

Raul Ehrwald
PnPnews.de

Ja ganz richtig, es ist ein Räuber. Mir war es wichtig meinen ersten Eindruck wiederzugeben. Da amüsierte andere und mich die Aufstellung Goblin, Oger, Ork, irgendwas Edles. Der “Horasier” diente mir als Metapher, weil die bildlich für Edle stehen und es bekanntermaßen nicht hilft Witze oder lustige Szenen detailliert zu erläutern. Monster hab ich extra in Anführungsstriche gesetzt, um klar zu machen, das ist nicht der richtige Begriff. Im Grunde diente es ebenfalls eher als Metapher.

Danke fürs Lesen des Artikels und dein Feedback.

Thorjin
Gast

Der Räuber als Edler? Das scheint mir etwas seltsam. Ansonsten würde es dem Artikel aber nicht schaden das auch so zu erklären. Denn so, wie es da steht, erweckt es halt einen falschen Eindruck.

Gumbald
Mitglied
Gumbald

Da sieht man mal wieder, dass Humor etwas sehr subjektives ist.
Ich fand’s witzig.

Tulljamadjin
PnPnews.de

Ich fand’s auch witzig. Man muss ja nicht immer alles trocken so ablesen… im Screenshot sieht man ja auch, dass es sich bei dem Räuber nur um einen Hosarier handeln kann, welcher Räuber trägt denn sonst so schnieke Kleider? 🙂

Luke Finewalker
PnPnews.de

Das ist jetzt hier aber schon ein bisschen Wortklauberei, oder? Wenn da schon unterschieden werden muss, welcher Profession gehen denn die Orks, Goblins und Oger nach? Bzw. weshalb heißt der Räuber nicht „Mensch“? 😉
Ansonsten ist Rauls Bericht doch auch eindeutig mit einem gewissen Augenzwinkern zu lesen, da verstehe ich die Aufregung irgendwie nicht. 🙂

PeteBoyMan
Gast

Ich denke die Box ist ziemlich gut. Habe schon mit vielen Leuten ne Einsteigerrunde gespielt. Immer mit sehr abgespeckten Regeln (aber immer mit dem Hinweis auf die schier unendliche Möglichkeit mehr Regeln dazu zu nehmen). Grade mit einem Archetypen zu starten hat vielen gefallen, da sie los spielen wollten und nicht erst lange über einen Charakter grübeln wollten.
Genau für diese Zwecke bietet sich die Box ja geradezu an.

Ich bin damals mit der Einsteigerbox zu DSA 3 eingestiegen.

Raul Ehrwald
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Ich denke auch, dass sie ein gutes Mittel ist. Grundsätzlich wird es auch angenehmer sein, mit maximal vier Leuten zu starten, um niemanden zu überfordern und jedem ausreichend Screentime zu geben. Einsteigerbox kann sie also und verspricht damit nicht zu viel.

Persönlich hatte ich nur die Hoffnung, dass sie auch gleichzeitig etwas mehr für Fans bietet, die eine Art DSA light spielen wollen. Auch da kann die Box natürlich als Grundlage herhalten. Arbeit muss man in diesem Fall dennoch reinstecken.