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D&D: Descent Into Avernus – Höllenritt mit Feuerwerk

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Die Höllentore in Baldur’s Gate haben sich endlich geöffnet. Am 17. September ist Baldur’s Gate: Descent Into Avernus erschienen, nachdem es auf der Großveranstaltung D&D Live 2019 mit einem ersten Knall angekündigt wurde. Die Kampagne von Level 1 bis 13 entführt die Spieler von der zwielichtigen Stadt Baldur’s Gate bei Charakterlevel 5 bis 6 direkt nach Avernus, die erste Ebene der Hölle.

Innerhalb der Community wird Descent Into Avernus bereits als „Mad Max in der Hölle“ beschrieben. Natürlich erscheint ein neues offizielles Kampagnenbuch für Dungeons & Dragons bei Wizards of the Coast nicht einfach so. Bei dem genannten D&D Live 2019 könnte man das bereits bemerkt haben. Doch auch abseits der Küstenzauberer hat sich vor, und jetzt nach, Erscheinen des Bandes so einiges in der D&D-Community um das Werk oder um den im November erscheinenden Eberron-Band gedreht. Es gibt sogar unbestätigte (und in meinen Augen weit hergeholte) Gerüchte zu Spelljammer für D&D 5e.

Aber jetzt einmal halblang, ich halte für euch bei den noch kommenden News zu D&D natürlich weiterhin die Augen auf. Warm anziehen braucht ihr euch jedoch für Baldur’s Gate: Descent Into Avernus erstmal nicht …

Podcasts into Avernus

Ähnlich wie bei Ghosts of Saltmarsh, das im Frühjahr erschien, sind vor und nach Erscheinen von Baldur’s Gate: Descent Into Avernus einige Podcasts als Actual Play erschienen. Diesmal wieder dabei ist eine von Wizards of the Coast mitorganisierte Podcastreihe. In dieser wird eine zusammengehörige Geschichte von verschiedenen Gruppen als durchgängiges Actual Play bespielt. Im Podcast into Avernus haben sieben separate Gruppen die Aufgabe koordiniert, Lulu the Hollyphant aus Avernus zu befreien. Die Podcaster Daniel Kwan und Victoria Rogers organisierten die Story und die Podcastreihe und standen bei Polygon Rede und Antwort dazu.

Lulu ist übrigens ein fliegender Elefant mit Flügeln. Die Miniatur dazu wurde von Daniel Kwan zufällig in einem D&D Miniature Pack zu Waterdeep ausgepackt. Trotz Reise in die Hölle entschied man sich bewusst für einen kinderfreundlichen Plot. Die Kampagne selbst findet für die Podcastreihe daher eher als Quellenbuch Anwendung. Deshalb sind auch Spoiler für die Kampagne sehr unwahrscheinlich.

Das alles bedeutet natürlich nicht, dass die teilnehmenden Podcaster nicht auch die Kampagne bespielen. So sind bei Red Moon Roleplay zum Beispiel bereits zwei Episoden zu Descent Into Avernus erschienen. Auch die D&D-Designerin Kate Welch startete auf dem YouTube-Kanal von IGN bereits eine Actual-Play-Miniserie zur Kampagne. Auch auf Roll20 wird gespielt. Ansehen kann man sich das zum Beispiel auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Dungeons & Dragons.

Nicht nur Actual Plays im Aufgebot

Natürlich haben sich nicht nur Podcaster zum Spielen der Kampagne zusammengetan. So wurde auf einer Vielzahl von Blogs und Podcasts diskutiert: Wer oder was sind die Erzdämonen der Hölle überhaupt? Wer ist Zariel? Wo ist sie als Herrscherin über Avernus, der ersten Ebene der Hölle, in der D&D-Geschichte bereits aufgetaucht? Auch auf D&D Beyond ist ein ausführlicher Artikel mit passendem Video dazu zu finden.

Auch was potenzielle Spieler alles über die Kampagne im Vorfeld wissen sollten, wurde heiß diskutiert und mitgeteilt. So schilderte How To be A Great Gamemaster, was aus seiner Sicht und Erfahrung jeder über die Kampagne wissen sollte. Auf dem offiziellen Kanal für Dungeons & Dragons lässt uns uns der gleiche YouTuber mit seiner Spielergruppe an ihrer Planungssession zur Kampagne teilhaben.

Was sagen die Rezensionen?

Natürlich konnten sich schon vor Erscheinen des Kampagnenbuches einige auf ein Rezensionsexemplar stürzen. Auch in der letzten Woche haben einige bereits in das Buch geschaut. Ich selbst leider noch nicht, aber ein paar Freunde von mir schon. Die Aussagen derer, mit denen ich persönlich sprach, aber auch viele der Reviews im Internet klingen sehr ähnlich: Das Einleitungskapitel erscheint eher mittelmäßig, richtig fetzig und spaßig wird es wohl um Stufe 5 – 6 herum, wenn die Gruppe Baldur’s Gate verlässt und Avernus betritt.

Zumindest die Höllenkriegsmaschinen lösen Begeisterung aus, die sich Spielleiter in der Hölle auch selbst ausdenken können. So sagt auch Bell Of Lost Souls:

There’s a good mix of a lot of things. With loads of new magic items–and powerful ones at that–Descent gets you to the good stuff right away (well once you’re level 6-7 and can head down into Hell). I can’t say enough good things about this adventure.

https://www.belloflostsouls.net/2019/09/dd-baldurs-gate-descent-into-avernus-the-bols-review.html

Inverse bezeichnet Baldur’s Gate: Descent Into Avernus als die erwachsenste D&D-Kampagne, die es je gegeben hat. Dort wird die Komplexität des Abenteuers, aber auch der Abstieg in die Hölle und die Gestaltung dieser hoch gepriesen. Das Review von Tribality ist sogar in die einzelnen Kapitel aufgeteilt. Dort gibt es eine Zusammenfassung der Geschehnisse in jedem Kapitel (natürlich auch nicht spoilerfrei). Dass dort mit 9,3 fast die vollen 10 Punkte gegeben wurden, lässt auch nur darauf schließen, dass die Kampagne auch hier begeistert.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wann ich das ganze einmal bespielen werde. Und wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages auch ein Review von mir persönlich auf PnPnews.

Wie steht ihr Descent Into Avernus gegenüber? Freut ihr euch schon darauf? Oder seid ihr noch skeptisch? Was haltet ihr von der Höllenthematik? Lasst uns gerne einen Kommentar dazu da!

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