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Ethernomicon – ein Sammelkartenspiel zu Call of Cthulhu

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Sammelkartenspiele wie Ethernomicon sind seit Jahren trotz der Preise für einzelne Booster oder Starterdecks sehr beliebt. Gründe dafür gibt es viele: Spielspaß, die Glücksmomente beim Auspacken der gerade erworbenen Booster, die tollen Bilder oder schlichtweg die Möglichkeiten. Nehmen wir zum Beispiel das Sammelkartenspiel für Legend of the Five Rings. Jedes Jahr gab es ein Turnier, bei dem der Sieger den weiteren Verlauf des Metaplots für das L5R-Universum bestimmte.

1996 schaffte es Chaosium mit dem Sammelkartenspiel Mythos erfolgreich auf den Markt zu kommen. Spätere Erweiterungen waren weniger von Erfolg geprägt und 1997 wurde die Produktion bereits wieder eingestellt. Der Cthulhu-Mythos als Sammelkartenspiel konnte sich auf dem hart umkämpften Markt damals nicht durchsetzen. Aktuell ist der Markt aber ein anderer und dank Kickstarter trauen sich nun einige Spiele zu realisieren, die sonst wohl nie erscheinen würden. Regelmäßige Berichte über Kickstarterprojekte findet ihr auch bei uns.

Die Macher und die Idee

Die Idee zu Ethernomicon hatten die Australier Christopher Betts, Michael O’Brien und Scott Thompson. Entstanden ist es aus einem Projekt der Monash University in Melbourne, bei der es eigentlich darum ging Datenbänke und ihren Nutzen für die Spieleindustrie zu testen. Das war so erfolgreich, dass Ethernomicon nun von der digitalen in eine analoge Variante gewandelt wird. Sollte das Kickstarterprojekt für Ethernomicon erfolgreich sein, könnte bald darauf eine ausgereifte digitale Variante folgen.

Das Spielprinzip von Ethernomicon

Die beiden Kontrahenten versuchen mittels der Kreaturen und der Magie des Mythos die Weltherrschaft zu erringen. Dazu benötigen sie Örtlichkeiten, an denen sie eben diese Kreaturen und Zauber hervorrufen können. Auch Investigatoren haben ihren Platz in diesem Spiel, sie werden eingesetzt, um die Pläne des Gegners zu durchkreuzen. Die große Besonderheit bei Ethernomicon, ist die Verwendung von Würfeln bei Konflikten. Dies dient sowohl dazu das Chaos darzustellen, als auch die Spieler dazuzubringen, ihre Pläne nach einem Wurf unter Umständen neu zu erarbeiten. Sieben Runden, ungefähr 30 Minuten, stehen zur Verfügung. Dann steht der Gewinner fest, sofern ein Spieler die sieben Runde sinnvoll genutzt und nicht alle Kämpfe verloren hat.

Ethernomicon auf Kickstarter

Wie bei jedem Kickstarter wird das Projekt erst realisiert, wenn das festgelegte Finanzierungsziel erreicht wurde. Aktuell sieht es nicht so gut aus. Es verbleiben nur noch knapp 2 Wochen und gerade einmal 10% der Summe wurden erreicht. Dabei haben 28 Unterstützer aber bereits mehr als 1200€ beigetragen. Neben dem simplen Spenden von Geld, gibt es aber auch Belohnungen. Für 20 AUS$ (ca. 18€) bekommt man die Karten sowohl als PDF als auch als tatsächliche Karten. Versandkosten (ca. 8€) kommen dann noch dazu. Ab 35 AUS$ (32€) gibt es eine seltene Karte dazu, für 90 AUS$ (82€) bekommt man 100 Karten inkl. neun seltene und eine sehr seltene Karte. Das geht über 200 und 300 AUS$ so weiter bis 666 AUS$ (605€), für die man 890 Karten und wirklich alle seltenen und sehr seltenen Karten aus Ethernomicon bekommt.

Das sind schon saftige Preise. 13 Karten für 9€ , da liegen wir weit über den Preisen anderer Sammelkartenspiele und wir nähern uns diesen Preisen nur an, wenn wir tatsächlich über 200€ ausgeben würden. Das hat natürlich mit den Kosten der Druckerei zu tun. Je mehr man produzieren lässt, desto günstiger wird es. Die Würfel, die man zum Spielen benötigt, gibt es außerdem nicht dazu und sind auch nicht als Stretchgoal eingeplant. Hier hat man Potential liegen lassen. Zum Glück für die Macher haben sie von Chaosium die Erlaubnis bekommen, deren Bilder für die Karten zu nutzen. Davon kann man sich auch direkt überzeugen. Die ersten 26 Karten stehen bereits zum kostenlosen Download zur Verfügung. Wer zusätzliche Informationen braucht oder einfach auf dem laufenden bleiben will, der kann den Machern auch auf Facebook folgen.

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