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Goldener Stephan 2021 – Publikumspreis für PEN&P

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Bereits zum wiederholten Mal wurde in diesem Jahr der Goldene Stephan verliehen. Er ist nach eigener Angabe der derzeit bekannteste deutschsprachige Rollenspielpreis. Daher wollen auch wir euch die diesjährigen Gewinner einmal kurz vorstellen.

Der Goldene Stephan

Am 21. November 2021 wurden die Ergebnisse des diesjährigen Publikumpreises für Eskapismus, Nerdkultur & Phantastik (PEN&P), besser bekannt als der Goldene Stephan, bekannt gegeben. Ins Leben gerufen wurde der Preis von Philipp Lohmann, dem Blogger von www.nerds-gegen-stephan.de. Der Goldene Stephan gilt als einer der wichtigsten deutschen Rollenspielpreise, auch wenn es in diesem Bereich kaum Konkurrenz gibt. Besonders erfreut waren die Veranstalter der Verleihung über die neue Höchstzahl an Abstimmungen, die sämtliche bisherigen Rekorde brach.

Der Preis wurde auf der DreieichCon World verliehen, die am 20. und 21. November online stattgefunden hat. In einem Stream am Sonntag um 14:30 Uhr gab man persönlich die Gewinner der verschiedenen Kategorien bekannt. In diesem Jahr waren es Bestes Rollenspielprodukt, Beste Rollenspiel-Erweiterung und Bestes Brett- & Kartenspiel.

Die Gewinner nach Kategorien 2021

Um es ein wenig übersichtlicher zu gestalten und weil es mitunter viele kristallene Preise gegeben hat (jeweils die Plätze 4–10), behalte ich mir hier nur die Edelmetalle für den Goldenen Stephan vor. Wer mehr wissen möchte und wen die Statistik zu den einzelnen Bereichen interessiert, kann dies gerne auf der Homepage von nerds-gegen-stephan selbst nachlesen.

Bestes Rollenspielprodukt (Grundregelwerk, Starterbox, Solospielbuch)

Gold: Tiny Dungeon 2. Edition (Obscurati Publishing) mit 13,9 %
Silber: Cats of Catthulhu (Yvis Nerd & Geek World) mit 13,1 %
Bronze: Little Wizards (Green Gorilla) mit 12,6 %

Beste Rollenspiel-Erweiterung (Quellenbuch, Abenteuer, Sekundärliteratur)

Gold: Jannasaras Kartentasche (Donnerhaus Studio) mit 53 %
Silber: DnD 5e: Das Geheimnis des Flüsterwalds – Der Fluch von Stoneham (Spielpädagoge @ Dungeon Masters Guild) mit 9,8 %
Bronze: Private Eye – Auf der Spur des Grauens (Redaktion Phantastik) mit 5,7 %
Bronze: Tales from the Loop – Deutschland in den 80ern (Ulisses Spiele) mit 5,7 %

Bestes Brett- & Kartenspiel / Tabletop / CoSim

Gold: Für die Königin (System Matters) mit 20,3 %
Silber: BattleTech: Clan Invasion (Catalyst Game Labs) mit 17,9 %
Bronze: Sherlock Holmes – Die Nachwuchs-Investigatoren (Pegasus Spiele) mit 15,1 %

Gratulationen und Kommentare

An dieser Stelle möchte ich persönlich gerne die Chance nutzen, um dem Team von Donnerhaus, das einen Teil unserer Grafiken macht und somit einen wichtigen Teil von PnPnews darstellt, herzlich zum Gewinn des Goldenen Stephan zu gratulieren.

Was denkt ihr über die Gewinner? Waren Überraschungen für euch dabei, oder vielleicht sogar eure Favoriten? Bringt euch diese Verleihung dazu, mal einen der Gewinner genauer zu betrachten oder sich vielleicht auf Grund der Bewertung etwas zu kaufen, das euch vorher nicht oder kaum bekannt war? Lasst uns gerne einen Kommentar dazu da.

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Felix

Ich freue mich sehr, dass die ersten Plätze bei den Rollenspielprodukten an kleinere Verlage gegangen sind! Die können Unterstützung gut gebrauchen.

Die Anmerkung zur großartigen Jannasaras Kartentasche / Tagebuch auf nerds-gegen-stephan.de finde ich überflüssig. Sie erweckt den Eindruck, die Donnerhaus-Leute hätten nur wegen ihres Engagements mit den Froids gewonnen. Man hätte auch einfach mal nur anerkennen können, dass die Kartentasche und das Tagebuch erstklassige Rollenspiel-Publikationen sind, die zu Recht den ersten Platz gemacht haben.

Luke Finewalker

Ja, ich fand diese Anmerkung auch irgendwie deplatziert. Donnerhaus war ja auch bei denen selbst im Podcast im Interview. Wenn ich mich richtig erinnere, sogar mehr als einmal. Die Kartentasche könnte also auch dem eigenen Publikum durchaus ein Begriff gewesen sein. Wäre also nicht so, dass der Erfolg auf eine einzige Quelle zurückzuführen wäre …

Torsten

Anders als andere Verlage der Szene haben wir praktisch kein Werbebudget, keine seit Jahren verankerte Fan-Szene und wir haben auch keine eingekauften Influencer und (noch) kein eigenes Streamingstudio im Keller. Da fahren ja andere ganz andere Geschütze auf. Wir konnten eben unsere Fans gut aktivieren. Mehr auch nicht. 😄

Den Hinweis darauf finde ich nicht bedenklich. Es ist ja keine Unterstellung von irgendwas diabolischem oder so und der Prozentsatz ist eben schon etwas, wo man stutzig werden kann.

Franz

Spannende Ergebnisse, definitiv. Dieser Preis ist ein absoluter Gewinn für die deutschsprachige Szene, wenn man zur Einordnung im Hinterkopf behält, dass Publikumspreise ebenso wie Jurypreise immer Vor- und auch Nachteile haben. Darauf weist Stephan ja auch selbst hin, was ich sehr transparent finde. Deshalb finde ich super, dass ihr das hier thematisiert.
Mich überrascht nur jedes Mal, wie leichtfertig die großen Verlage ihren Sieg verspielen. Da die Zahlen ja offen liegen, kann man sich locker ausrechnen, wie viele Stimmen man etwa beim Rollenspiel für den 1. Platz brauchte. Da kann mir doch niemand erzählen, dass Ulisses das nicht mit einer einzigen Rundmail an die (zehn?)tausenden Fans innerhalb von Sekunden gewonnen hätte. Offensichtlich denken die aber, dass man solche Fan-Projekte nicht braucht, um die Leute von der Qualität von DSA zu begeistern. Schwach.

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