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Microsoft kauft Activision Blizzard

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Ein Erdbeben erschüttert sinnbildlich die Gaming-Branche, denn Microsoft hat angekündigt, den Mitbewerber Activision Blizzard übernehmen zu wollen. Beide Unternehmen bestätigten dieses Unterfangen heute.

Mit dem Abschluss dieses Geschäfts stiege Microsoft zum drittgrößten Anbieter der Videospielbranche hinter Tencent und Sony auf. Abgeschlossen werden soll die Übernahme im Fiskaljahr 2023. Der Kaufpreis beträgt 68,7 Milliarden US-Dollar.

Erst 2021 hatte Microsoft mit der Übernahme der ZeniMax Media Studios (inklusive Bethesda, id Software u.v.m.) für rund 7,5 Milliarden US-Dollar für Aufsehen gesorgt. Ein Schnäppchen im Vergleich zum nun angekündigten Deal, der der teuerste im Tech-Sektor werden würde.

Das Portfolio

Microsoft selbst ist schon lange in der Videospielbranche aktiv. Den Microsoft Flight Simulator gibt es beispielsweise bereits seit 1982. Am bekanntesten allerdings dürfte die Serie Age of Empires sein, die 1997 startete und bis heute sehr erfolgreich ist.

Mit dem nun geplanten Erwerb von Activision Blizzard erschließt sich Microsoft auch neue Märkte. Im Hack’n’Slay Bereich kommt die Diablo-Serie hinzu und im MMORPG-Bereich World of Warcraft. Im Bereich der First-Person-Shooter erweitert man sein Portfolio um Genre- und E-Sportsgrößen wie Call of Duty und vor allem Overwatch. Auch im stets wachsenden Segment des Mobile Gaming wächst Microsoft somit rapide, denn auch King Games gehört zu Activision Blizzard, seit es 2015 für rund 6 Milliarden US-Dollar gekauft wurde. Allein dieses Studio setzt mit seinen Mobile Games wie Candy Crush über 2 Milliarden US-Dollar im Jahr um.

Zudem betreibt Microsoft auch die Online-Plattform X-Box Live, auf der man gegen eine monatliche Gebühr Spiele aus dem Portfolio des Unternehmens vollumfänglich spielen kann. Ob nun Spiele wie World of Warcraft in dieses Angebot einfließen, ist bisher nicht bekannt.

Krisen bei Activision Blizzard

Laut einem heute erschienen Bericht des Wall Street Journal haben 37 Mitarbeiter:innen von Activision Blizzard im Laufe der anhaltenden Ermittlungen wegen Sexismus das Unternehmen bereits verlassen müssen. 44 weitere wurden „diszipliniert“. Die kalifornische Behörde Department of Fair Employment and Housing (DFEH) ermittelt seit letztem Jahr gegen das Unternehmen und hat bereits eine Klage eingereicht, in der es vorrangig um Diskriminierung weiblicher Angestellter geht. Zudem soll der langjährige Chef von Activision, Bobby Kotick, Vorwürfe gegen Führungskräfte verschwiegen haben und selbst auch Mitarbeiter:innen belästigt haben. Kotick ist nach wie vor im Amt.

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