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Diablo 2: Resurrected – willkommen zuhause!

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Im Februar berichteten wir euch von der Ankündigung, dass Blizzard in Zusammenarbeit mit dem Studio Vicarious Visions den Spieleklassiker Diablo 2 unter dem Namen Diablo 2: Resurrected als Remaster herausbringen wird. Seit einigen Tagen ist es Vorbesteller:innen und Menschen, die einen Twitch Drop für einen Zugang ergattert haben, möglich, die Closed Beta dieses Spiels zu spielen.

Remake vs. Remaster

Um Missverständnisse zu vermeiden, sei hier darauf hingewiesen, dass es sich bei Diablo 2: Resurrected um ein Remaster handelt, nicht um ein Remake. Bei einem Remake wird das Original als Vorbild genommen und als neues Spiel veröffentlicht. Bei einem Remaster ist das Originalspiel die Grundlage und wird aufpoliert.

Sprich, Diablo 2: Resurrected ist primär das originale Diablo 2 mit einer zeitgemäßen Grafik und anderen Anpassungen technischer Natur. Das Gameplay ist nahezu wie in alten Tagen. Auch wurde nichts am Balancing oder den Quests und Gegnern geändert.

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Der Release Trailer zum Spiel

Diablo 2: Resurrected – das Gameplay

Wie oben bereits erwähnt, wurde das Gameplay im Großen und Ganzen so belassen, wie es die Spieler:innen von damals kennen. Einige wenige Quality-of-Life-Verbesserungen gibt es dennoch. So wird beispielsweise Gold automatisch eingesammelt, wenn man darüber läuft und es gibt in der Schatztruhe der Held:innen nun geteilte Fächer, auf die andere Held:innen zugreifen können. Das erspart das lästige Anlegen von sogenannten Mules.

Aus heutiger Sicht ist sicher vieles am Gameplay nicht mehr zeitgemäß. So müssen Spieler:innen am PC die Skills des Charakters mit den F-Tasten aktivieren, wenn sie eingesetzt werden müssen. Maximal können allerdings immer nur 2 Skills aktiv sein, einer für die rechte Maustaste, einer für die Linke. Konsolenspieler:innen haben es hingegen etwas einfacher, ihnen hat man eine Skillleiste spendiert. Diese steht am PC ebenfalls zur Verfügung, wenn man ein Gamepad als Steuerung nutzt. Die Skillleiste stellt dann sechs direkt anwählbare Fähigkeiten zur Verfügung. Spielerisch sicher ein Vorteil zur klassischen Maus-/Tastaturvariante. Zudem lässt sich am PC schnell auf Maus-/Tastatur umschalten, wenn man beispielsweise im Inventar bzw. der Schatztruhe hantiert. Hierfür sind Controller in der Tat nicht so gut geeignet. Im Kampf funktioniert die Steuerung mit Gamepad dagegen erstaunlich gut.

Der Retro-Faktor

Üblicherweise bin ich kein großer Fan neuaufgelegter Klassiker. Ich mag auch keine Pixelspiele, die in heutiger Zeit ja in rauen Mengen erscheinen, denn ich bin damit aufgewachsen und habe mich über jeden Fortschritt in Videospielen gefreut. Oft saßen wir mit Freund:innen mit offenen Mündern vor dem Röhrenmonitor, als seinerzeit die neue 3Dfx Zusatzkarte noch nie dagewesene Grafikpracht offenbarte.

Daher war ich zu Beginn zugegebenermaßen ein wenig skeptisch, ob mich Diablo 2: Resurrected da abholen könnte, wo es in meiner Erinnerung noch vorhanden war: Als ein großartiges, wenn nicht das großartigste Hack’n’Slay-Spiel aller Zeiten, in das ich abertausende Stunden meiner Lebenszeit investiert hatte. Ich las so gut wie keine (aktuellen) Berichte zu dem Remaster und vermied auch Videos oder Streams. Dann war es soweit, ich startete Diablo 2: Resurrected …

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Beide Grafikmodi nebeneinander im Video. Im Spiel selbst kann man übrigens jederzeit zwischen den Modi hin- und herschalten.

Die Suchtspirale

Was soll ich sagen. Die einführende Zwischensequenz war schon sehr cool, denn auch die gerenderten Zwischensequenzen wurden vollständig überarbeitet. Aber noch blieb ein wenig Skepsis.

Nach der Zwischensequenz geht es auf zur Charaktererstellung und irgendetwas passierte hier mit mir. Ja es war die Musik. Diese ikonische Musik hat mich sofort wieder in alte Zeiten zurückversetzt. Das Stück mit dem lapidaren Namen „Intro“ von Matt Uelmen, aus der Diablo-2-Erweiterung Lord of Destruction signalisierte mir: Du bist zu Hause, willkommen. Bleib ein Weilchen und spiel mich.

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Intro von Matt Uelmen. Dieses kleine Musikstück kann viel auslösen … offenbar.

Das tat ich dann auch. Zuerst eine Zauberin, aber dann wollte ich unbedingt auch einen Paladin spielen, dann eine Amazone und daraufhin einen Barbaren. Ich kann mich einfach nicht entscheiden, aber das ist okay, denke ich mir und wechsle munter zwischen den Charakteren hin und her, metzele mich durch Sanktuario und treffe auf alte Freunde und Feinde.

Die Zeit bei Diablo 2 aus den Augen verlieren? Klar, das kam vor – damals. Heute, 21 Jahre später, ist das nicht mehr so einfach, aber ich merke, wie ich ab und an in diesem Flow versinke: Ach, hier noch ein Duriel-Run, da nochmal kurz nach Tristram und naja, Andariel lebt ja auch schon wieder. Kurzum, ich bin wieder drin im Spiel und merke, dass all die vielen Spiele die ich in der Zwischenzeit spielte, die Lücke nicht füllen konnten, die Diablo 2 hinterließ. Sei es ein Diablo 3, ein Grim Dawn (mit dem großartigen Fan-Mod Reign of Terror, der quasi ein Diablo 2 in Grim Dawn ist) und wie sie alle hießen.

Mein größter Hoffnungsträger ist nach wie vor Last Epoch, das seit meinem damaligen Bericht eine großartige Entwicklung hingelegt hat. Doch auch das kommt von der Stimmung her nicht an Diablo 2: Resurrected heran, denn hier stimmt einfach so vieles, wenn nicht alles, was mein Zockerherz begehrt. Ja, das reine Gameplay ist veraltet und hat seine Macken. Allerdings finde ich es gut, dass hier nicht zu viel auf den heutigen Stand der Dinge gebracht wurde.

Wer sich nun selbst gerne ein Bild vom Spiel machen möchte: Vom 20. August ab 19 Uhr bis zum 23. August, ebenfalls 19 Uhr findet eine Open Beta statt. Herunterladen könnt ihr das Spiel bereits jetzt im Blizzard Launcher.

Fazit

Diablo 2: Resurrected ist sicherlich kein Spiel für jedermann. Die Zielgruppe sind Menschen wie ich, die das Original tausende Stunden gespielt haben. Für uns ist dieses Remaster ein No-Brainer, auch wenn 40 € ein stolzer Preis sind. Ich bereue diesen Kauf nicht. Die neue Grafik ist großartig, das Gameplay wie man es kannte, der Soundtrack unübertroffen.

Wenn ihr Diablo 2 noch nie gespielt habt und etwas mit Diablo 2: Resurrected nachholen möchtet, könnte es eine Fehlinvestition sein. Auch als Remaster ist das Spiel meilenweit von heutigen Standards entfernt und das wird wohl auch so bleiben. Euch würde ich empfehlen, euch ein wenig einzulesen und/oder ein paar Streams zu schauen, oder eben die oben erwähnte Open-Beta-Phase zu nutzen, um euch einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Diablo 2: Resurrected erscheint am 23. September. Neben der PC-Version wird es auch für die PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series S|X sowie Nintendo Switch verfügbar sein. 

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