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Rezension: Amnesie – ein Abenteuer für FHTAGN

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Schon vor einiger Zeit erschien FHTAGN, das hauseigene Rollenspiel der Deutschen Lovecraft Gesellschaft. Es steht kostenlos als PDF zur Verfügung und ist ein unter der Open Game License (OGL) stehendes Pen & Paper Rollenspiel in einem Lovecraft’schen Horror-Universum. Für dieses Rollenspiel gibt es mittlerweile einige Abenteuer. Ein paar davon findet man im Lovecrafter, dem Magazin des Vereins, zwei weitere kann man im Cthulhu-Webshop bestellen. Eines davon ist das FreeForm-Abenteuer Amnesie.

Amnesie – ein Abenteuer von Matt Cowens

High-School-Lehrer Matt Cowens aus Neuseeland schreibt schon seit Jahren Abenteuer für verschiedene Rollenspiele. Er ist dabei alles andere als erfolglos. Amnesie ist ein vielgelobtes Abenteuer und dank Julia Knobloch und Volker Rattel jetzt endlich auch für das deutsche Rollenspielpublikum verfügbar.

Zu viel kann man in einer Rezension über dieses Abenteuer nicht erzählen, ohne direkt etwas zu spoilern. Aus diesem Grund zitiere ich aus dem Klapentext. „Sechs Charaktere wachen zu Beginn des Szenarios auf, ohne sich daran zu erinnern, wer sie sind und wo sie sich befinden. Lediglich eine leichte Ahnung beschleicht sie, was für eine Persönlichkeit in ihnen steckt.“

Die Spieler, die in die Rollen von bis zu sechs Charakteren schlüpfen können, haben zwei vorrangige Ziele. Es gilt, mehr über sich selbst herauszufinden und gleichzeitig einen Ausweg aus dem Haus zu finden, in dem sie gefangen sind. Mit jedem Stockwerk und jedem bedeutenden Raum, erfahren sie dabei mehr über sich. Jede neue Erkenntnis bringt neue Ziele ans Tageslicht.

Der starre Blick ins Buch

Über das Abenteuer an sich ist damit auch schon alles gesagt, deswegen jetzt der Blick auf die sonstigen Bestandteile von Amnesie. 5,95 € für ein vollfarbiges, 31-seitiges Heft ist ein fairer Preis. Die meisten Abenteuer für andere Rollenspiele kosten mehr und haben nur unwesentlich mehr Seiten. Die Übersetzung und Bearbeitung wirken gelungen.

Das Layout, Handout und die Grundrisse der einzelnen Stockwerke sind gelungen. Mit Bildern wäre das Abenteuer noch stimmiger, aber wahrscheinlich auch teurer. Toll finde ich die Idee, die Erinnerungen als eine Art Puzzle abzubilden, sodass man den Spielern einzelne Puzzleteile geben kann, wenn eine Erinnerung erwacht.

Gerade dieses Element mit dem Geheimnis erklärt, wieso das Abenteuer so oft gelobt wurde. Amnesie klingt im ersten Moment wirklich abgedroschen, aber die Umsetzung und das gesamte Drumherum überraschen äußerst positiv.

Für ein Oneshot-Abenteuer ist Amnesie wirklich gelungen. Als FreeForm-Abenteuer kann es für jedes Rollenspielsystem genutzt werden, Regeln von FHTAGN tauchen gar nicht auf, beziehungsweise das Abenteuer lässt sich bis auf wenige Ausnahmen ohne Regeln spielen und leiten. Was mich etwas stört, und was mich auch zum Ende der Rezension bringt, ist der fehlende deutliche Bezug zum Lovecraft’schen Horror-Universum. Horror ist ohne Zweifel vorhanden, das Lovecraft’sche fehlt mir aber leider.

Fhtagn - Amnesie

5,95€
7.5

Idee

7.5/10

Umsetzung

9.0/10

Gestaltung

6.0/10

Pros

  • Amnesie wie sie umgesetzt werden muss
  • Erinnerungspuzzle
  • Preis

Cons

  • Das Lovecraft'sche fehlt
  • Bilder fehlen
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