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Divinity: Original Sin – Brettspiel-Crowdfunding

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Larian Studios brachte in den letzten Jahren mit Divinity: Original Sin und Divinity: Original Sin II zwei der erfolgreichsten Rollenspiele dieser Zeit auf den Markt. Aktuell arbeitet das Studio an Baldur’s Gate 3. Aber auch für Divinity kommt ein neues Produkt. Auf die zwei Computer-Rollenspiele soll nun ein Brettspiel folgen. In diesem Artikel möchte ich euch ein bisschen darauf vorbereiten, was euch erwartet, und ob es dem Spiel gelingt den Geist der Rollenspiele einzufangen.

Die Idee zum Brettspiel von Divinity: Original Sin

Mit Lynnvander Studios hat sich Larian die Unterstützung eines Spieleentwicklers mit Erfahrung im Crowdfunding gesucht. Die Idee der beiden Publisher ist ein Spiel, das die Welt von Rivellon erweitert. Sowohl alte als auch neue Gesichter bietet das Brettspiel zu Divinity: Original Sin. Und auch das Spielsystem ist stark an das bekannte System angelehnt. Dazu kommt eine große Auswahl an Bossgegnern, mit denen man es aufnehmen kann. All das geschieht in den mitgelieferten Abenteuern. Diese findet ihr in dem beigelegten Heft und der Entwickler verspricht, dass es auch bei mehrmaligem Spielen nicht langweilig wird. Vier verschiedene Enden erwarten euch. Dazwischen müsst ihr eine Vielzahl an Entscheidungen treffen und könnt so immer unterschiedliche Wege beschreiten. Dazu gibt es die Möglichkeit, den Fortschritt der Geschichte gewissermaßen zu speichern. Auf den Charakterbögen könnt ihr alle wichtigen Informationen eurer Figuren für Divinity: Original Sin notieren und so auch mit mehreren Gruppen parallel spielen.

Das Spielsystem von Divinity: Original Sin

Start ins Abenteuer

Grundlage des Spielsystems von Divinity: Original Sin ist das Abenteuerbuch. Hier findet ihr alle wichtigen Informationen zum Spielen. Zuvor müsst ihr nur einen Charakter aussuchen, ihm ein paar Fähigkeiten mitgeben und alles auf eurem Charakterblatt notieren. Dabei stehen euch wie am Computer auch verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung. Ihr könnt wählen zwischen bereits bekannten Charakteren, wie zum Beispiel Beast und Lohse, oder einen der neuen wählen. Diese wurden exklusiv für das Brettspiel entwickelt und feiern hier ihren ersten Auftritt. Sobald jeder seinen Charakter gewählt hat und das Spielfeld aufgebaut ist, kann es auch schon losgehen.

Orte und Begegnungen in Rivellon

In den Szenarios von Divinity: Original Sin befindet ihr euch jederzeit an einem festgelegten Ort. Ein Teil dieser Orte ist bereits aus den Spielen bekannt, aber wie bei den Charakteren gibt es auch hier etwas neues für das Brettspiel. Jeder Ort wird durch eine Reihe einzelner Karten dargestellt. Sie repräsentieren die Begebenheiten, die ihr vorfindet, und wirken sich zum Teil auf die Fähigkeiten eures Charakters aus. Über die Anordnung der Karten wird im Kampf auch festgelegt, welche Gegner ihr angreifen könnt – und welche Freunde ihr bei einem Flächenangriff möglicherweise zusätzlich trefft.

Ebenfalls über das Szenario sind die Begegnungen mit Feinden geregelt. An bestimmten Stellen der Abenteuer trefft ihr auf Feinde, gegen die ihr dann an dem Ort kämpfen müsst, an dem ihr euch gerade befindet. Dies können sowohl Zufallsbegegnungen als auch mehr oder weniger geplante Bosskämpfe sein.

Fähigkeiten und Crafting in Divinity: Original Sin

Wie in den Computerspielen steht euch auch im Brettspiel eine Vielzahl an Fähigkeiten zur Verfügung. Jede Fähigkeit erhält eine eigene Karte. Erlernte Fähigkeiten haltet ihr auf der Hand bis zu ihrem Einsatz. Danach werden sie über eurem Charakterbogen auf den passenden Cooldown-Timer gelegt. Sind ausreichend Runden verstrichen, erhaltet ihr die Karte zurück auf die Hand und könnt sie erneut nutzen.

Für Crafting erhaltet ihr ebenfalls Karten. Jeder Werkstoff ist dabei entweder eine rechte oder eine linke Seite. Legt ihr zwei Karten zusammen erhaltet ihr eine Zahl, die zu einem neuen Gegenstand führen kann. Gibt es eine Karte mit der entsprechenden Nummer, erhaltet ihr eine neue Karte. Andernfalls passiert nichts.

Das Kampfsystem

Auch Kämpfe sind natürlich Teil des Brettspiels zu Divinity: Original Sin. Dazu gibt es auf dem Spielbrett einen Initiative-Tracker. Auf diesem werden den Charakteren zugeordnete Tokens in zufälliger Reihenfolge abgelegt. Wer einen Bonus auf die Initiative bekommt, darf dabei unter Umständen noch etwas nach vorne rücken. Wer an der Reihe ist erhält eine vom Charakter abhängige Anzahl an Aktionspunkten. Damit können dann Aktionen ausgeführt, Gegenstände verwendet oder die eigene Miniatur bewegt werden.

Für Gegner gibt es dagegen einen Kampfwürfel. Dieser wird geworfen, sobald der Feind an der Reihe ist und entscheidet über dessen Aktionen. Jeder Gegner hat dabei einen Hauptfokus, den er mit größerer Wahrscheinlichkeit ausführt. Aber auch andere Aktionen sind durchaus möglich – je nachdem wie die Würfel fallen.

Resistenzen und Wechselwirkungen in Divinity: Original Sin

Weitere wichtige Mechaniken der Videospiele zu Divinity: Original Sin sind die Resistenzen der Charaktere und die Wechselwirkungen verschiedener Zustände. Diese Mechaniken finden sich auch im Brettspiel wieder. Jeder Charakter besitzt Resistenzen gegen gewisse Schadensarten. Diese wiederum können durch Zustände beeinflusst werden. Wer nass ist, mag zwar weniger anfällig gegen Feuer sein. Angriffe auf Luftbasis, also Blitze und ähnliches, sind dagegen besonders effektiv. Auch Ölflächen und ähnliches haben ihren Weg ins Spiel gefunden. Diese wiederum können besonders einfach angezündet werden und verbrennen auch Charaktere, die auf ihnen stehen.

Pledges und Stretch Goals

Wie üblich könnt ihr auch das Brettspiel zu Divinity: Original Sin mit verschiedenen Pledges unterstützen. Aufgrund des hohen Umfangs sind diese jedoch nicht ganz günstig, wenn ihr auch tatsächlich eine Belohnung dafür erhalten wollt. Wollt ihr nur das Brettspiel selbst inklusive der Stretch Goals, dann kostet euch das bereits rund 109 €. Für die Premium Edition werden bereits rund 150 € fällig und für das Komplettpaket müsst ihr rund 200 € aufbringen. Dafür sind bereits alle Stretch Goals erreicht. Ihr erhaltet also jede Menge Minis, Karten, Tokens, Münzen und Abenteuer, die viele Stunden Spielspaß versprechen.

Neugierig geworden?

Seid ihr interessiert? Wollt ihr vielleicht die Vervollständigung des Produktes unterstützen? Dann schaut auf der Kickstarter-Seite des Projekts vorbei und holt euch eure Belohnung. Über eine gefährdete Finanzierung müsst ihr euch bei knapp 900.000 $, die bereits gesammelt wurden jedenfalls keine Sorgen mehr machen. Zeit euch zu entscheiden habt ihr jedenfalls noch bis zum 20. Dezember, bis dahin läuft das Crowdfunding noch.

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