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Spire: The City Must Fall – Vorbestellung gestartet

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Neulich hatten wir ja bereits über Spire berichtet, dem neuesten Rollenspiel aus dem Portfolio von System Matters. Unser Interview mit Redakteur Frank Reiss gibt einige Einblicke hinter die Kulissen. Nun ist Spire: The City Must Fall offiziell vorbestellbar.

Spire in der Vorbestellung

Wie uns Frank berichtete, sind die wesentlichen Arbeiten an der deutschen Fassung von Spire bereits abgeschlossen. Seit heute Nachmittag ist die Vorbestellung eröffnet. Dabei handelt es sich, wie bei System Matters häufiger der Fall, um eine „Bedingte Vorbestellung“.

Derartige Vorbestellungsaktionen stellen den Kern eines jeden klassischen Crowdfundings dar: Bis zu einem bestimmten Termin soll eine festgelegte Summe zusammengebracht werden, um die Umsetzung des Projekts zu finanzieren. In diesem Fall bezieht sich das Finanzierungsziel auf die Druckausgabe von Spire als farbiges Hardcover mit über 200 Seiten (inkl. einem Lesebändchen). Das Ziel liegt bei 9.000 € und soll bis zum 28.03.2020 erreicht sein.

Dabei stehen keine umfangreichen Bonusziele oder eine breite Palette an Pledge-Optionen zur Auswahl, sondern lediglich eine digitale oder Printausgabe sowie PDF und Buch als Bundle. Dafür ist allerdings auch das Risiko für Vorbesteller*innen minimiert. Der Band selbst ist praktisch fertig und das PDF wird garantiert erscheinen, selbst wenn das Finanzierungsziel nicht erreicht werden sollte. Auch eine Verschiebung des Liefertermins für die Printausgabe wird dadurch verlagsseitig unwahrscheinlicher.

Nähere Informationen zu dieser Art der Vorbestellung bei System Matters finden sich auf deren Website. Patrick Jedamzik hatte vor einiger Zeit auch einen längeren Artikel zu Crowdfunding aus Verlagssicht veröffentlicht.

Spire: The City Must Fall kostet als PDF 19,99 €, in der Hardcover-Ausgabe 39,95 €, und das Bundle aus Buch und PDF ist für 49,95 erhältlich. Die digitale Version soll im März/April erscheinen; für die Printausgabe ist April/Mai als Liefertermin angegeben.

Worum geht’s in Spire?

Widerstand gegen die Unterdrücker – das ist das Kernthema des Spiels. In diesem Fall sind die Unterdrücker die Hochelfen, auch Ælfir genannt. Eure Spielercharaktere entstammen hingegen dem Volk der Dunkelelfen oder auch Drow, das im Schatten der Turmstadt Spire ein hoffnungsloses Dasein fristet. Doch im Untergrund regt sich Widerstand:

Die Welt von Spire ist ein brutaler Ort. Aber für diejenigen, die bereit sind zu tun was notwendig ist, ist der Spire nur noch einen Wimperschlag von einer stadtweiten Rebellion entfernt und ihr seid die, die den entscheidenden Anstoß geben können …

System Matters

Spire ist ein erzählerisches Rollenspiel und verwendet ein einfaches Poolsystem mit W10. Den 10 spielbaren Charakterklassen stehen unterschiedliche Ansätze für das Verfolgen ihrer revolutionären Ziele zur Verfügung. Allerdings sind die Charaktere auch jeweils in den gesellschaftlichen Hintergrund des Spire eingebunden, etwa als Händlerinnen und Priester, Mitglieder einer okkulten Sekte, Gelehrte, Soldatinnen und vieles mehr.

Alternativ zu Lebenspunkten und Schaden verwendet das System von Spire die sogenannte Belastung:

Belastung deckt dabei jegliche Form von Unbill ab, unter denen der Charakter leiden kann: Von Rufschädigung über körperliche und seelische Verletzungen bis hin zur Enttarnung als Mitglied des Widerstands. Immer dann, wenn ein Charakter Belastung erleidet, besteht die Chance, dass daraus langfristigere Konsequenzen erwachsen, seien es ein gebrochener Arm, der medizinische versorgt werden muss, ein Kontakt, der die weitere Zusammenarbeit verweigert oder die unerwünschte Aufmerksamkeit der Stadtwache. Konsequenzen wurden mit der Absicht erstellt, die Geschichte weiter voranzutreiben, anstatt sie zu Stillstand zu bringen.

System Matters

Punk meets Fantasy

Allerdings ist von Spire als „Fantasy-Punk-Rollenspiel“ vermutlich auch eine gewisse, der Thematik angemessene Schwere zu erwarten. So geht dem Spiel direkt in der Beschreibung bei der Vorbestellung eine implizierte Inhaltswarnung voraus:

Die Welt von Spire ist ein brutaler Ort und Spielerinnen können damit rechnen, dass ihre Charaktere durch die Hände ihrer Unterdrücker und Rivalen leiden. Ihre Körper und ihre Seelen werden Narben davontragen und auch ihre Verbündeten müssen mit Vergeltung rechnen, wenn bekannt wird, dass sie den Widerstand unterstützen […]System Matters

Es kann also sein, dass diese Art von Inhalt nicht jedem Gemüt und jedem Spielstil gerecht wird. Eine gewisse Umsicht bei Spielen, unter Umständen unter Verwendung von Sicherheitstechniken, dürfte für bessere Spielerlebnisse sorgen.

Spire kann noch bis zum 28.03. vorbestellt werden. Seid auch ihr dabei? Wie gefällt euch dieser „Fantasy-Punk“-Ansatz? Dunkelelfen gegen Hochelfen, spricht euch diese Prämisse an? Lasst uns gerne einen Kommentar da!

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