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Perilous – Traditioneller Dungeoncrawl, moderne Regeln

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Dungeoncrawling ist ein fundamentales Element vieler Pen & Paper Rollenspiele. Vor allem für OSR, also Old-School-Revival, ist das Genre von fundamentaler Bedeutung. Aber auch Erzählspiele und weitere lockerere Systeme wagen sich in dunkle Höhlen und Verliese. Perilous verspricht in seinem Kickstarter Dungeoncrawling mit einfachen, schnellen Regeln, auch ganz ohne Spielleiter. Dazu hat Designer Jordan Palmer auch Spenser Starke ins Boot geholt, der mit Alice is Missing bereits Erfahrung mit Spielleiter-losen Systemen hat. Außerdem designte Stark auch Icarus und Kids on Brooms.

Schnell und dynamisch durch Tags

Lange und dunkle Gänge, alte kostbare Schätze und gefährliche Monster und Hindernisse. Diese charakteristischen Elemente des Dungeoncrawls sollen auch in Perilous nicht fehlen. Anders als viele OSR-Systeme bedient sich das Spiel aber minimalistischer Regeln und legt viel Wert auf gemeinsames Erzählen. Der Probenmechanismus ist dabei sehr leicht: Dazu wird ein einzelner W20 geworfen. Bei einer 9 oder niedriger geht alles schief, bei einer 10 bis 14 kommt es zu Komplikationen und bei einer 15 oder höher geht alles gut. Diese Art der Dreiteilung ist unter anderem aus PbtA-Spielen bekannt.

Damit Erzählung und Regeln bessern ineinandergreifen, gibt es verschiedene Tags. Aspects stellen verschiedene Eigenschaften eines Charakters dar. Wenn diese relevant werden, kann man +2 auf das Probenergebnis addieren. Challenges sind Hindernisse, die die Gruppe mittels Proben überwinden müssen. Openings werden von Charakteren erschaffen und funktionieren wie Aspects, indem sie Boni auf Proben addieren. Würfelt man bei einer Probe einen Erfolg kann man ein Challenge-Tag streichen oder ein Opening-Tag erschaffen. Durch Komplikationen können Openings aber auch verschwinden und durch Fehlschläge sogar neue Challenges entstehen. Perilous soll sich damit dynamisch und wie ein ständiges Puzzle anfühlen. Spieler müssen zusammenarbeiten und eine Situation erschaffen, um Hindernisse zu überwinden. Von langweiligen Kämpfen und Lebenspunkt-Zählerei keine Spur.

Fighting enemies and facing dangers in Perilous is about finding clever solutions to unique problems rather than whittling away hit points. Each challenge you come up against is a collection of short descriptions that cover anything from the defenses an enemy has to the hazardous terrain you have to worry about. When you can’t solve a problem right away, start building up advantages and creating openings until you can!

Kickstarter von Perilous

Perilous ganz ohne Spielleiter

Ein besonderes Element von Perilous ist der Spielleiter-lose Teil. Dieser Teil ist optional, das heißt man kann durchaus auch mit Spielleiter spielen. Dieser kann diese Elemente allerdings auch als Inspiration und Unterstützung verwenden. Die meisten Solo-Spiele bedienen sich solcher sogenannten Orakel. Diesen können die Spieler Fragen stellen, die entweder mit Ja/Nein oder suggestiven Wörtern oder Sätzen beantwortet werden. Perilous benutzt hierfür ein spezielles Kartendeck. Jeder Spieler darf Karten ausspielen, die darauf abgedruckten Fragen beantworten die Anderen mithilfe der Illustrationen auf ihren Karten. Am Ende können verschiedene Tags auf die Hindernisse verteilt werden. Dazu sind auf jeder Karte drei unterschiedliche Vorschläge aufgedruckt. Danach geht das Spiel wie gewohnt weiter.

Kostenlose PDFs für Freunde!

Perilous ist bereits finanziert. Die Kampagne läuft noch bis zum 20. November. Das System ist ebenfalls fertig geschrieben. Die PDFs erhält man also direkt nach Abschluss des Kickstarters. Das Kartendeck braucht dagegen noch einige Monate bis zur Ankunft. Für 15 $ bekommt man die PDF-Version des Buchs sowie das Kartendeck zum Ausdrucken. Dazu gibt’s auch Module für Roll20 und Role, um Perilous online zu spielen. Für 25 $ kommt noch das physische Buch dazu und für 45 $ ist auch das physische Kartendeck dabei. Außerdem kann jeder Backer ein kostenloses PDF des Spiels verschenken! Das Porto nach Deutschland beträgt 13 $.

Wer neugierig geworden ist, kann auch gleich in das kostenlose Preview zu Perilous reinschauen. Wie steht ihr zu Spielleiter-losen Systemen? Würdet ihr als Spielleiter solche Mechanismen als Unterstützung benutzen? Schreibt uns einen Kommentar!

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